US-Wahlsystem
Bei Stimmen-Patt würde am Ende der Kongress entscheiden
Nachdem alle sechs registrierten Wähler in Dixville Notch am Dienstag ihre Stimme abgegeben hatten, stand es drei zu drei für Kamala Harris und Donald Trump. Theoretisch könnte die Präsidentschaftswahl im ganzen Land ebenso mit einem Patt enden wie in dem Dörfchen im Nordosten der USA. Die Verfassung hat auch für diesen unwahrscheinlichen Fall eine Lösung: Am Ende würde der Kongress entscheiden.
Wähler am Dienstag in der Stadt Norcross, im US-Bundesstaat Georgia Foto: Getty Images via AFP
In den Vereinigten Staaten bestimmt nicht die Mehrheit aller abgegebenen Stimmen über den Wahlsieger, sondern das Electoral College, das Gremium der 538 Wahlleute. Alle Bundesstaaten außer Nebraska und Maine vergeben alle Stimmen ihrer Wahlleute an denjenigen Kandidaten, der in dem Bundesstaat den ersten Platz belegt. Mit Spannung wird insbesondere auf die sieben Swing States geblickt, in denen nicht traditionell immer dieselbe Partei vorn ist: Arizona, Georgia, Michigan, Nevada, North Carolina, Pennsylvania und Wisconsin.