Spanien

Behörden befürchten bis zu 43 Tote bei Zugunglück

Nach dem schweren Zugunglück in Andalusien sind bis zu 43 Menschen vermisst. Die Behörden haben 41 Tote bestätigt. Auch deutsche Staatsangehörige könnten betroffen sein.

Bergungsmannschaften bergen beschädigten Hochgeschwindigkeitszug nach Zugunglück auf Bahnstrecke

Bergungsmannschaften arbeiten im Bereich des Zugunglücks an einem der zwei beteiligten Hochgeschwindigkeitszüge Foto: Joaquin Corchero/EUROPA PRESS/dpa

Die spanischen Behörden befürchten bis zu 43 Tote bei dem schweren Zugunglück vom Sonntagabend in Andalusien. Es lägen 43 Vermisstenanzeigen vor, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska dem staatlichen TV-Sender RTVE in der Nacht zu Dienstag. 40 Tote waren zu diesem Zeitpunkt geborgen worden. „Drei der von den Sicherheitskräften am Fundort gesichteten Leichen befinden sich noch im Zug Avila“, fügte der Minister hinzu.

Bis zum Morgen konnte ein weiterer Toter aus den Trümmern geborgen werden, womit die Zahl der bestätigten Todesopfer nach Polizeiangaben auf 41 stieg. Von den mehr als 170 Verletzten schwebt Medienberichten zufolge niemand mehr in Lebensgefahr.

Am Sonntagabend waren zwei in entgegengesetzte Richtungen fahrende Hochgeschwindigkeitszüge nördlich von Córdoba kollidiert und entgleist. Als Ursache für die Katastrophe wurde ein Bruch einer Schiene nicht ausgeschlossen. Verkehrsminister Óscar Puente betonte jedoch, es werde mindestens Tage oder auch Wochen dauern, bis es belastbare Erkenntnisse über die Ursachen für den Unfall gebe.

Am Nachmittag wurde auch das spanische Königspaar am Unglücksort erwartet. König Felipe VI. und Königin Letizia waren vorzeitig aus Athen zurückgekehrt, wo sie an der Beisetzung von Irene von Griechenland, der Schwester der spanischen Altkönigin Sofía, teilgenommen hatten.

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