Konflikt
Barrikadenstreit zwischen Kosovo und Serbien verhärtet sich
Fast drei Wochen währt der Barrikadenstreit im überwiegend serbisch besiedelten Nordkosovo. Der Westen dürfte einen weiteren Waffengang in Europa zwar kaum zulassen. Doch ohne vermehrten Vermittlungsdruck scheint ein Ende der Spannungen zwischen Belgrad und Pristina nicht in Sicht.
Menschen halten serbische Flaggen während einer Demonstration zur Unterstützung der Kosovo-Serben. Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa
Statt Versöhnungsbotschaften tauschen die Würdenträger der einstigen Kriegsgegner vor dem Jahreswechsel nur düstere Drohgebärden aus. „Wir drohen nicht mit leeren Flinten“, verkündete in dieser Woche Serbiens Verteidigungsminister Milos Vucevic nach einem Truppenbesuch an der Grenze zu Kosovo. Belgrad werde nicht von der „roten Linie“ des Schutzes der serbischen Landsleute im Kosovo abrücken: „Die Armee ist bereit, Serbien und seine Bürger zu schützen.“