Ukraine-Krieg
Banges Blicken aufs Gas – Wartung wichtiger Pipeline macht Europa nervös
Mitten in Zeiten von Versorgungsängsten und Krieg in der Ukraine fällt die Wartung der zuletzt wichtigsten Leitung für russisches Gas nach Deutschland. Eigentlich ein Routinejob. Doch diesmal ist alles anders.
Zerstörtes Gebäude in Charkiw: In der Ukraine tobt weiter der Krieg, während Europa sich auf den Gasnotstand vorbereitet Foto: AFP/Sergej Bobok
Am ersten Tag der Wartungsarbeiten an der Ostseepipeline Nord Stream 1 hat Russland mit stark gedrosselten Gaslieferungen nach Italien und Österreich das Zittern um die Zukunft der Energieversorgung in Europa weiter angefacht. Seit Montagmorgen fließt durch die mehr als 1.200 Kilometer lange Leitung kein Gas mehr nach Deutschland. Das war wegen der jährlich anstehenden Wartung angekündigt und erwartet worden. Nachdem am Montag der Gashahn zugedreht wurde, fragt sich aber nicht nur die Bundesregierung: Wird er wieder aufgedreht?