Europawahlen
Baerbock statt von der Leyen? Der wahrscheinlichen Wahlsiegerin droht das Aus
In der EU-Machtarithmetik ist die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock die nächste EU-Kommissionspräsidentin wird, ähnlich hoch wie ihre Wahl zur ersten Päpstin. Dass dieses Gerücht gleichwohl in der Küche der EU-Spekulationen auf dem Herd köchelt, zeugt von wachsender Nervosität vor den Europawahlen am nächsten Wochenende und vor allem vor dem Dinner der Staats- und Regierungschefs acht Tage später.
Wie echt dieses Lachen wohl ist? Ursula von der Leyen (L) könnte durch Hinterzimmergeschacher unter anderem von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron trotz wahrscheinlichem Wahlsieg als Kommissionspräsidentin ersetzt werden. Foto: AFP
Vieles sieht danach aus, als würde sich die Hinterzimmerdynamik von 2019 wiederholen. Seinerzeit wurde das Versprechen gebrochen, den Spitzenkandidaten zum Kommissionspräsidenten zu machen, der die Wahlen gewinnen würde – und stattdessen Ursula von der Leyen aus dem Hut gezaubert. Manfred Weber hatte es bei den neunten Direktwahlen zum Europäischen Parlament geschafft, seine Europäische Volkspartei (EVP) mit deutlichem Vorsprung als stärkste Fraktion ins neue Parlament zu bringen.