Nahost-Reise

Außenminister Bettel kämpft um Lösung für UNRWA-Problem

Israel will die UNRWA ab kommendem Jahr verbieten. Für Außenminister Xavier Bettel beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen eine humanitären Katastrophe. Ein Blick zwischen zwei verhärtete Fronten. Aus Jerusalem und Ramallah berichtet Sidney Wiltgen.

Außenminister Xavier Bettel und der UNRWA-Direktor für die Westbank, Roland Friedrich, auf dem Dach einer Schule für palästinensische Kinder

Außenminister Xavier Bettel und der UNRWA-Direktor für die Westbank, Roland Friedrich, auf dem Dach einer Schule für palästinensische Kinder Foto: Sidney Wiltgen

Xavier Bettel wedelt auf dem Dach einer Schule mit einem Buch in einem rosa Einband und palästinensischer Flagge drauf. Es ist ein Lehrbuch für palästinensische Kinder in einer Schule in Ramallah, die der Luxemburger Außenminister am Mittwoch besucht hat. „Machen Sie es den Israelis nicht so leicht“, sagt er, während er im Buch blättert und an mehreren von den Israelis markierten Stellen kurz innehält. Sie – damit sind die Verantwortlichen des UN-Palästinenserhilfwerkes gemeint, die in der Westbank Schulen und Krankenhäuser betreiben. Vorerst noch, denn: Anhand zweier Gesetze will Israel die Arbeit der UNRWA ab kommendem Jahr auf israelischem Territorium verbieten. Für die 800 Schülerinnen würde dies bedeuten, dass sie ab dem 1. Januar 2025 keine Schule mehr besuchen können.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Trotz Haftbefehl

Einst gefürchteter Kaczynski-Minister flieht aus Ungarn in die USA

;