Einigung in der EU
Aus für Verbrenner-Autos ab 2035
Zuerst die neuen Luft-Vorgaben mit dem Potenzial vieler neuer Fahrverbote, dann das Aus für Verbrenner-Fahrzeuge ab 2035. Die EU schießt sich auf die Autos ein. Warum sie das tut, wie Politik und Autobauer das finden und welche Lücken bleiben.
Ab 2035 sollen in der EU nur noch Neuwagen verkauft werden, die im Betrieb keine Treibhausgase ausstoßen Foto: dpa/Oliver Berg
Europas Hauptstadt hörte in der Nacht zum Freitag mal wieder das Wort „historisch“. Nachdem im Frühsommer der Vorschlag des EU-Parlamentes (EP) zum Aus für Verbrenner noch zu einer Welle der Empörung geführt hatte, kam das Vorhaben nach Verhandlungen zwischen den drei Institutionen in trockene Tücher: Wer 2035 ein neues Auto oder einen neuen Kleinlieferwagen möchte, kann in der EU nur noch Modelle ohne klimaschädliche Abgase kaufen. In der Regel also Elektrofahrzeuge. Die nochmalige Absegnung des in fünfstündigen Verhandlungen gefundenen EU-Gesetzes durch Parlament und Ministerrat ist jetzt nur noch eine Formsache. Damit erwischt die EU den Verkehr, der 16 Prozent aller CO2-Emissionen verursacht. Es ist der erste Fixpunkt im großen Klimaschutzpaket der EU.