Corona
Auf dem Balkan sind Impfmuffel selbst mit Prämien kaum zum Nadelgang zu bewegen
Wilde Verschwörungstheorien und Quacksalber haben in Südosteuropa stets Konjunktur. Doch auch wegen des tief sitzenden Misstrauens gegen Behörden und Staat ist der Balkan seit Jahren zu einer Hochburg der Impfgegner avanciert.
Impfung in einem Einkaufszentrum in Belgrad Foto: Vladimir Zivojinovic/STR/AFP
Das Impfstoff-Angebot übertrifft in Serbien die immer schwächere Nachfrage. 3.000 Dinar (25 Euro) hat der allgewaltige Präsident Aleksandar Vucic all denjenigen Landeskindern gelobt, die sich mindestens einmal impfen lassen. Doch weder durch Prämien noch durch angedrohte Krankengeldstreichungen lassen sich die Impfmuffel locken: Das Impftempo beim einstigen Impfvorreiter flacht immer stärker ab.