Wilde Streiks und Proteste

Auf dem Balkan mehren sich die Klagen über die Ausbeutung ausländischer Vertragsarbeiter

Die anhaltende Emigration in den Westen macht auf dem Balkan die Facharbeiter knapp. Nicht nur auf den Baustellen chinesischer Investoren füllen in Serbien Vertragsarbeiter aus Asien die Lücken auf. Doch es mehren sich die Klagen über deren menschenunwürdige Unterbringung – und Ausbeutung.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic ist offenbar mehr an chinesischen Investitionen als an den Rechten der Gastarbeiter in den chinesischen Fabriken in seinem Land interessiert

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic ist offenbar mehr an chinesischen Investitionen als an den Rechten der Gastarbeiter in den chinesischen Fabriken in seinem Land interessiert Foto: Jure Makovec/AFP

Selbst die Europaparlamentarier im fernen Straßburg zeigen sich über die Hinweise auf „mutmaßliche Zwangsarbeit und Menschenhandel“ beim EU-Anwärter Serbien „zutiefst besorgt“: In einer Mitte Dezember verabschiedeten Erklärung forderten sie die zuständigen Behörden auf, die Einhaltung der Menschen- und Arbeitnehmerrechte von über 400 vietnamesischen Arbeitern auf der Fabrikbaustelle des chinesischen Reifenherstellers Linglong in Zrenjanin „sicherzustellen“.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Staatsjubiläum

20 Jahre unabhängig: Montenegro winkt der baldige EU-Beitritt