Migration
Auch nach dem „Lager der Schande“ fühlen sich die Kanaren im Stich gelassen
Die Kanaren sind in den vergangenen Monaten zum neuen Migrationsbrennpunkt Europas geworden. Das berüchtigte „Lager der Schande“ wurde nun geräumt. Die Krise dürfte trotzdem nicht vorbei sein – das liegt auch an Madrid.
Migration in Corona-Zeiten: Das Lager am Hafen von Gran Canaria wird nach der Evakuierung desinfiziert Foto: AP/dpa/Javier Fergo
Die letzten 27 Lagerbewohner wurden aus dem „Hafen der Schande“ im Süden Gran Canarias per Krankenwagen evakuiert. Es waren jene Bootsmigranten, bei denen eine Corona-Infektion festgestellt worden war. Sie wurden deswegen aus dem Hafen im Ort Arguineguín, der zur Touristengemeinde Mogán gehört, in ein abgeschottetes Quarantänequartier auf Gran Canaria gebracht.