Österreich
Attentäter von Wien zu früh entlassen
In Österreich sorgt die vorzeitige Haftentlassung des Attentäters von Wien, Kujtim F., für heftige Diskussionen.
Blumen und Kerzen an einem der Anschlagsorte in der Wiener Innenstadt zum Gedenken an die Opfer des Anschlags am Montagabend Foto: AFP/Joe Kalmar
Der junge Mann, der Montagabend nach dem Blutbad in der Wiener Innenstadt erschossen worden war, hatte im April 2019 in einem Terror-Prozess 22 Monate Gefängnis bekommen, weil er sich in Syrien der Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) anschließen hatte wollen. Schon nach weniger als einem halben Jahr wurde er aber freigelassen, was nun Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kritisiert: Diese Entscheidung sei „definitiv falsch“ gewesen, so der Kanzler, „wäre er nicht aus der Haft entlassen worden, hätte der Terroranschlag so nicht stattfinden können“.