Deutschland

Atommüll-Endlagersuche dauert länger als bis 2031

Schon in den vergangenen Wochen hatte sich abgezeichnet, dass der Zeitplan ins Wanken geraten könnte. Nun hat das deutsche Umweltministerium als oberste Atomaufsicht bestätigt: Die Suche nach einem Atommüll-Endlager wird auch in neun Jahren nicht abgeschlossen sein.

Ein Warnhinweis „Radioaktiv“ hängt am Eingang vom Transportbehälterlager im atomaren Zwischenlager in Gorleben

Ein Warnhinweis „Radioaktiv“ hängt am Eingang vom Transportbehälterlager im atomaren Zwischenlager in Gorleben Foto: Sina Schuldt/dpa

Die Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll wird sich nach Angaben des Bundesumweltministeriums über das angestrebte Datum 2031 hinaus verzögern. Wie das Ministerium am Donnerstag auf dpa-Anfrage erklärte, kann das Verfahren „unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen an die Auswahl des Standortes mit der bestmöglichen Sicherheit nicht bis zum Jahr 2031 abgeschlossen werden“. Bislang wollte Deutschland bis dahin den Standort für die Entsorgung seiner hochradioaktiven Abfälle festgelegt haben. Die „Ostsee-Zeitung“ hatte bereits vor einigen Tagen unter Berufung auf das Bundesamt für die Sicherheit nuklearer Entsorgung (BASE) über Verzögerungen im Zeitplan berichtet.

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