Bergkarabach
Artak und die Menschenrechte – der erblindete Ombudsman, der die Blindheit der Welt beklagt
Nach dem Kriegsende und der Kapitulation Armeniens ist die Zukunft Bergkarabachs ungewisser denn je. Doch aufgeben wollen die Menschen dort nicht. Vor allem Artak Beglaryan nicht, der erblindete Ombudsman, der der Welt Blindheit vorwirft.
Artak Beglaryan kämpft in Bergkarabach für Menschenrechte – auch jetzt noch Foto: Armand Back
Artak Beglaryan ist erschüttert. Doch der Ombudsman für Menschenrechte der Republik Bergkarabach will nicht aufgeben. Auch nicht nach dem Armenien aufgezwungenen Waffenstillstandsabkommen mit Aserbaidschan, das nichts anderes ist als eine bittere Kapitulation nach sechs Wochen verlustreichen Krieges. Artak Beglaryan will weitermachen. Doch nichts ist mehr klar, nicht einmal, was von der selbsternannten Republik in den Bergen des Südkaukasus übrigbleibt nach all den Konzessionen, die Armeniens Premier Nikol Paschinyan in der Nacht auf Dienstag verkündet hatte – und die besonders Artak Beglaryans Heimat treffen, die Republik Arzach, wie die Karabach-Armenier ihre selbsternannte Republik nennen.