Analyse von außen

Antidiskriminierungsgesetze unter Beschuss: Amerikas neues Jim-Crow-System

Schwarze Männer und Frauen, die in den Vereinigten Staaten hohe Ämter bekleiden, sind ebenso wie die wichtigsten Antidiskriminierungsgesetze des Landes unter Beschuss. Das Vorgehen – ein gemeinsames Projekt der Regierung von US-Präsident Donald Trump und der konservativen Mehrheit des Obersten Gerichtshofs – erinnert an die Bemühungen im späten 19. Jahrhundert, die im Bürgerkrieg versprochene und durch Zusatzartikel 13, 14 und 15 der US-Verfassung garantierte Gleichberechtigung zwischen den „Rassen“ rückgängig zu machen. 

Trump versuchte, die Gouverneurin der US Federal Reserve, Lisa Cook – die erste schwarze Frau im Vorstand der Zentralbank – zu entlassen

Trump versuchte, die Gouverneurin der US Federal Reserve, Lisa Cook – die erste schwarze Frau im Vorstand der Zentralbank – zu entlassen Fotos: Saul Loeb, Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Elf Jahre nach Ende des Bürgerkriegs versprach der republikanische Präsidentschaftskandidat Rutherford B. Hayes, dass er im Falle seiner Wahl die Bundestruppen aus dem besiegten Süden abziehen würde. Dieses Versprechen verhalf ihm zum Wahlsieg im Jahr 1876, und nach seiner Amtsübernahme löste er es ein. Das vorhersehbare Ergebnis war die Schaffung des Jim-Crow-Systems der Rassenapartheid in den gesamten ehemaligen Konföderierten Staaten.

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