Eingefrorene Verhandlungen
Antarktiskonferenz erzielt wieder keine Einigung über Meeresschutzgebiete
Zwei Wochen lang tagte die Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) im australischen Hobart. Seit Jahren geht es um die Schaffung von drei neuen Meeresschutzgebieten. Wie zuvor blockierten auch in diesem Jahr die russische und die chinesische Delegation den Vorschlag. Die geopolitischen Spannungen schaden damit auch dem Umweltschutz.
Nachdem der aktuelle Vogelgrippe-Ausbruch die Antarktis erreicht hat, befürchten Umweltexperten ein Massensterben von Seevögeln Foto: John Weller/dpa
Der Vorschlag liegt seit Jahren auf dem Tisch: Fast vier Millionen Quadratkilometer Ozean rund um die Antarktis sollen vor menschlichen Aktivitäten, vor allem vor der Fischerei, bewahrt werden. Der Schutz des Südpolarmeeres ist überfällig: Der Ozean macht rund zehn Prozent der Weltmeere aus, doch nur fünf Prozent davon sind bisher geschützt.