Deutschland
Ampel-Streit um Atomkraftwerke wird schärfer
Die FDP will möglichst viele Atomkraftwerke in Deutschland möglichst lange am Netz lassen und argumentiert mit einer Senkung des Strompreises. Bei Grünen und SPD stößt das auf vehementen Widerstand. Zugleich wollen alle drei Koalitionspartner bei der Gaspreisbremse nachbessern.
„Sicher durch den Winter“ steht auf dem Deckblatt eines Berichts, den Olaf Scholz, Robert Habeck und Christian Lindner in den Händen halten. Allerdings gibt es noch erhebliche Meinungsunterschiede zwischen den drei darüber, was dazu getan werden muss. Foto: dpa/Kay Nietfeld
Kurz nach der Niedersachsen-Wahl und der Ankündigung der FDP, sich nach der Schlappe nun in der Ampel im Bund stärker profilieren zu wollen, spitzt sich der Streit in der Koalition um den längeren Betrieb von Atomkraftwerken deutlich zu. So wies FDP-Fraktionschef Christian Dürr die Vorwürfe von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zurück, wonach die FDP den Zeitplan für die Entscheidung zum Weiterbetrieb von zwei Atomkraftwerken über das Jahresende hinaus verzögern würde. Zugleich bekräftigte Dürr die FDP-Forderung nach einem Weiterbetrieb zusätzlicher Atomkraftwerke bis 2024. „Der wichtigste Hebel zur Reduzierung der Preise in einer Marktwirtschaft ist und bleibt eine Ausweitung des Angebotes“, sagte Dürr dem Tageblatt.