Iran

Amnesty: Steigende Opferzahl bei systemkritischen Protesten gegen Mullah-Regime

Die Zahl der Todesopfer bei den Protesten im Iran scheint höher als bislang bekannt. Amnesty spricht von einer brutalen Niederschlagung einer Demonstration im Südosten. Die US-Regierung reagiert auf die Polizeigewalt mit weiteren Sanktionen.

Ein mutmaßlich weiteres Opfer des iranischen Repressionsapparates, die erst 17-jährige Nika Shakarami

Ein mutmaßlich weiteres Opfer des iranischen Repressionsapparates, die erst 17-jährige Nika Shakarami Foto: AFP

Bei den systemkritischen Protesten im Iran steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International teilte am Donnerstag mit, alleine im Südosten des Landes seien bei der Niederschlagung von Protesten 82 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden, darunter Kinder. Ein Großteil sei am vergangenen Freitag ums Leben gekommen. Sicherheitskräfte hätten in der Stadt Sadehan nach dem Freitagsgebet mit scharfer Munition und Tränengas auf Demonstranten, Umstehende und Gläubige geschossen. Als Reaktion auf das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte verhängte die US-Regierung weitere Sanktionen gegen Vertreter der iranischen Führung.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Virus

Ausbruch seltener Ebola-Variante im Kongo und in Uganda: WHO ruft Notlage aus