Ungarn
Amnestie für Schlepper, Knüppelschläge für Geflüchtete – wie Budapest seit Jahren gegen EU-Recht verstößt
Als Europas Bollwerk gegen die Migration pflegt sich Ungarns Regierung selbst zu preisen. Doch trotz hoher Grenzzäune, der Aushebelung des Asylrechts und gewaltsamen Abdrängung von Geflüchteten floriert der Menschenschmuggel – und ist Ungarn ein wichtiges Transitland auf der Balkanroute geblieben.
„Es ist ein Mythos, dass der Zaun Migranten aufhält“: Arbeiter bei Befestigungsarbeiten entlang der ungarischen Grenze zu Serbien Foto: dpa/Tibor Rosta
Aus seiner Genugtuung über die Berliner Asylkehrtwende macht Ungarns mitteilungsfreudiger Vormann keinen Hehl. „Willkommen im Club“, reagierte Premier Viktor Orban auf die Kunde der wieder eingeführten Kontrollen an den deutschen Grenzen: Endlich sei auch „Deutschland aufgewacht“.