Trierer Autobahn

Am Markusberg wird rausgezogen: „Das sind aber keine Grenzkontrollen“, stellt die Bundespolizei klar

Auf der A1, die von Luxemburg nach Deutschland führt, werden derzeit Kontrollen durch die deutsche Bundespolizei durchgeführt. Ein Sprecher stellt allerdings klar, dass es sich hierbei nicht um Grenzkontrollen handele. 

Symbolfoto: Bundespolizisten stehen im Rahmen von Grenzkontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze auf einem Rastplatz. Bei der Operation an der A1 handelt es sich aber ausdrücklich nicht um eine Grenzkontrolle, heißt es vonseiten der Polizei.

Symbolfoto: Bundespolizisten stehen im Rahmen von Grenzkontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze auf einem Rastplatz. Bei der Operation an der A1 handelt es sich aber ausdrücklich nicht um eine Grenzkontrolle, heißt es vonseiten der Polizei. Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Auf der Autobahn A1, kurz hinter der deutschen Grenze, finden derzeit Kontrollen durch die Bundespolizei statt – das bestätigt Stefan Döhn, der Sprecher der Trierer Bundespolizeiinspektion, gegenüber dem Tageblatt. Gleichzeitig betont er aber auch: „Es handelt sich hierbei nicht um eine Grenzkontrolle.“ Vielmehr handele es sich um eine Maßnahme zur Eindämmung der illegalen Einreise sowie des Waffen- und Drogenschmuggels.

„Natürlich wird in diesem Rahmen auch geschaut, ob sich an Maßnahmen zum Infektionsschutz gehalten wird“, räumt der Sprecher ein. Trotzdem unterscheide die aktuelle Kontrolle vieles von einer Grenzkontrolle: „Die gegenwärtige Kontrolle findet zunächst einmal nur stichprobenartig statt!“ Die Beamten zögen nämlich nur einzelne Fahrzeuge auf den Parkplatz Markusberg heraus, während bei ständigen Grenzkontrollen in der Vergangenheit alle passierenden Fahrzeuge entsprechend in Augenschein genommen wurden.

„Abschreckung“ wäre durchaus willkommen

Einen direkten Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen in Sachen Corona wie der möglichen Ausweisung neuer Gefährdungsgebiete durch das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) gebe es nicht, versichert der Sprecher: Der derzeitige Einsatz sei autark von der Bundespolizeiinspektion Trier ins Leben gerufen worden.  Ein potenziell entstehender „abschreckender Effekt“, der dazu führen könnte, dass die ein oder andere nicht-notwendige Reise lieber unterlassen wird, sei aber sicherlich nicht unwillkommen.

Wie lange die Kontrollen noch andauern, wird nicht verraten. Ohnehin sind anlasslose Kontrollen durch die Bundespolizei in der Region praktisch jederzeit möglich: nämlich in einer Entfernung von 30 Kilometern hinter der Grenze.

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