Druck auf Merz
Am Kanzler wird gesägt – Union vor dem Showdown?
Nach dem desaströsen Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt wächst der Unmut über Friedrich Merz weiter. Ein Brandbrief der CDU-Basis und neue Spekulationen erhöhen den Druck auf den Kanzler. Nun schaltet sich auch CSU-Chef Markus Söder ein.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem Weg zum Europäischen Arktis-Gipfel in Finnland Foto: Michael Kappeler/dpa
Der Druck auf Friedrich Merz wächst. Nach dem desaströsen Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt und mit Blick auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin in einer Woche mehren sich in der Union die Zweifel am Kurs des Kanzlers. Nun schaltet sich auch noch CSU-Chef Markus Söder ein.
Söder, der inzwischen wieder als möglicher Ersatzkanzler gehandelt wird, betonte in der Bild am Sonntag: „Ich glaube, wir tun in der Union gut daran, zusammenzustehen und uns jetzt nicht durch die AfD auseinanderbringen zu lassen.“ Eine Ablösung des Kanzlers schloss er für seine Partei kategorisch aus: „Von der CSU auf keinen Fall.“ Für die Schwesterpartei fügte Söder dem Bericht zufolge hinzu: „Für die CDU bin ich nicht zuständig, da bin ich nicht der Vorsitzende. Aber für die CSU kann ich das sagen.“ In der Union heißt es allerdings auch, Söder wolle gerufen werden – von der CDU. Wer mochte, konnte das zwischen den Zeilen lesen.