Nordirland
„Als sei es gestern gewesen“: 25 Jahre nach dem Bombenanschlag von Omagh geht die Angst um
In Nordirland wurden am Wochenende teilweise geheime Daten von Polizisten veröffentlicht. Nun geht die Angst vor neuen Mordanschlägen um und das am 25. Jahrestag des Bombenanschlags von Omagh.
25 Jahre nach dem schlimmen Bombenanschlag in Omagh sitzt der Schmerz bei den Hinterbliebenen noch immer tief Foto: AFP/Paul Faith
In Nordirland geht wieder die Angst um. Übers Wochenende tauchten an öffentlichen Stellen der Hauptstadt Belfast Plakate, mit den Daten wichtiger Polizeibeamter und prominenter Politiker auf. Die Einschüchterungsaktion unterstreiche die „sehr ernste Bedrohung“ für die Bediensteten der Polizeibehörde PSNI, erläuterte am Montag Gerry Kelly von der republikanisch-katholischen Sinn-Féin-Partei. Nach der katastrophalen PSNI-Datenpanne hatte bereits der protestantisch-unionistische Politiker Ian Paisley (DUP) eine Sondersitzung des britischen Unterhauses mit dem Hinweis gefordert, es handele sich um eine „Sicherheitsgefährdung von nationaler Bedeutung“.