Anti-asiatischer Hass in den USA
„Alarmierende Eskalation“ durch die Corona-Pandemie
Verbale Angriffe, die in physischer Gewalt gipfeln. Tödliche Attacken in drei Massage-Salons. Nach mehreren dramatischen Vorfällen mitten in der Corona-Pandemie rückt in den USA anti-asiatischer Rassismus ins öffentliche Bewusstsein.
Der Angreifer kam von hinten: Der 61-jährige Yao Pan Ma wurde Ende April in New York schwer verletzt Foto: AFP/Timothy A. Clary
Es passiert mitten in Manhattan am helllichten Tag. Ein Mann läuft hinter einer Frau, tritt sie. Die 65-jährige asiatischstämmige Amerikanerin fällt zu Boden, der Mann tritt weiter. Gegen ihren Kopf, immer und immer wieder. Als „wirklich verstörend, wirklich ekelhaft“ bezeichnet ein Polizist in New York die Bilder von der Attacke Ende März. Am Dienstag veröffentlicht die Polizei-Taskforce gegen Hassverbrechen wieder ein Video, aufgenommen am Sonntag in der Nähe des Times Square. Dieses Mal geht eine Frau mit einem Hammer auf zwei Asiatinnen los. Und am Abend dann meldet die Polizei in San Francisco einen Messerangriff auf zwei ältere asiatische Frauen an einer Bushaltestelle.