Spanien/Mallorca
Aktivisten besetzen „Ballermann“-Strand
Bisher verliefen die Proteste gegen die Folgen des Massentourismus auf Mallorca friedlich. Doch der Ton auf der spanischen Mittelmeerinsel, die diesen Sommer auf einen neuen Touristenrekord zusteuert, wird schärfer. Nun tauchen kriminelle Hass- und Hetzparolen auf. Kippt demnächst die Stimmung auf Mallorca, die vor allem von deutschsprachigen und britischen Urlaubern besucht wird?
„Hallo Deutsche, zu sagen, dass Mallorca euer 17. Bundesland ist, ist beleidigend“, steht auf einem Schild, das an einem Strand auf Mallorca aus Protest gegen den Massentourismus auf der Balearen-Insel gezeigt wird Foto: Clara Margais/dpa
Die städtischen Reinigungskommandos in der Inselhauptstadt Palma und in anderen mallorquinischen Orten kommen kaum noch hinterher: Sie haben immer mehr Arbeit mit tourismusfeindlichen Schmierereien an Hausfassaden, Bauzäunen oder Müllcontainern. Sprüche wie „Tourist, go home“ (Urlauber, geh nach Hause), „Stop tourism“ (Stoppt den Tourismus) oder „More tourists? No thanks!“ (Mehr Touristen? Nein, danke!“) machen schon seit Monaten die Runde.