Spanien

Absetzung des Ministerpräsidenten verschärft Krise in Katalonien

Hochspannung in der spanischen Konfliktregion Katalonien: Nach der gerichtlich verfügten Amtsabsetzung des katalanischen Ministerpräsidenten und Separatistenchefs Quim Torra gingen in Barcelona und anderen Städten Tausende von Unabhängigkeitsbefürwortern auf die Straße. Die Demonstranten bezeichneten das Gerichtsurteil als „ungerecht“ und warfen dem spanischen Staat vor, die katalanische Unabhängigkeitsbewegung wegen ihrer Ideologie zu verfolgen.

Quim Torra, ehemaliger Regionalpräsident von Katalonien, wurde durch ein Urteil des Obersten spanischen Gerichts quasi seines Amtes enthoben

Quim Torra, ehemaliger Regionalpräsident von Katalonien, wurde durch ein Urteil des Obersten spanischen Gerichts quasi seines Amtes enthoben Foto: dpa/Europa Press/David Zorrakino

Am Rande der Proteste kam es zu vereinzelten Ausschreitungen, als Steine gegen die Polizei flogen und Müllcontainer brannten. Sechs Personen wurden festgenommen. Die Sicherheitskräfte in Katalonien befinden sich seit der Urteilsverkündung in Alarmbereitschaft. Vor einem Jahr war es nach der Verurteilung von neun Separatistenführern, denen illegale Aktivitäten angelastet worden waren, zu tagelangen Krawallen gekommen.

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