Tunesien

Abschied von der Demokratie? Präsident Kais Saied lässt über neue Verfassung abstimmen

Tunesien ist nach den arabischen Aufständen 2011 als einzigem Land in der Region der Übergang zur Demokratie gelungen. Eine neue Verfassung will viele der Errungenschaften nun rückgängig machen. Wofür entscheidet sich das Land?

Menschen demonstrieren in Tunis gegen den Präsidenten und sein Verfassungsreferendum

Menschen demonstrieren in Tunis gegen den Präsidenten und sein Verfassungsreferendum Foto: AFP/Fethi Belaid

Genau ein Jahr ist es her, dass Tunesiens Präsident Kais Saied beim demokratischen Wandel im Land den Rückwärtsgang eingelegt hat. Nach der Auflösung des Parlaments und der Entlassung zahlreicher Richter soll das Volk an diesem Montag nun über eine neue Verfassung abstimmen. Der Präsident will damit auf Kosten der demokratischen Entwicklung seine Macht weiter ausbauen. Doch die Unterstützung der mehr als neun Millionen wahlberechtigten Tunesier für das Vorhaben ist alles andere als gewiss.

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