Srebrenica
30 Jahre nach Genozid an über 8.000 muslimischen Männern kümmert sich ein neues Altenheim um ihre betagten Mütter und Frauen
Drei Jahrzehnte lang haben die Mütter von Srebrenica ihre Familien über Wasser gehalten – und um würdige Ruhestätten für ihre ermordeten Männer und Söhne gekämpft. Ein Altenheim müht sich liebevoll darum, den in die Jahre gekommenen Opfern des Genozids einen sicheren Lebensabend zu verschaffen.
In der Nähe der Angehörigen: Der Gedenkfriedhof von Poticari ist nur wenige Hundert Meter von dem neuen Altenheim für die Mütter von Srebrenica entfernt Foto: Thomas Roser
Vögel zwitschern. Ein leichter Wind streicht über die endlosen Reihen der weißen Grabstelen auf dem Gedenkfriedhof von Poticari. Sie besuche das Grab ihres vor 30 Jahren ermordeten Mannes Zaim, so oft sie könne, berichtet in dem nur wenige Hundert Meter entfernten „Altenheim für die Mütter von Srebrenica“ die 78-jährige Hanifa Omerovic.