Srebrenica
28 Jahre nach den Massenmorden werden immer noch Überreste identifizierter Opfer begraben
Auch 28 Jahre nach den Massenmorden an über 8.000 Muslims werden im bosnischen Srebrenica noch immer die Überreste identifizierter Opfer begraben. Eine Aussöhnung ist im zerrissenen Vielvölkerstaat nicht in Sicht. Doch zumindest im benachbarten Serbien werden auch versöhnliche Stimmen laut.
Trauer neben einem Lastwagen mit 30 Särgen mit den Leichen kürzlich identifizierter Opfer des Völkermords von Srebrenica Foto: dpa/Armin Durgut
Aufrichtige Anteilnahme sieht anders aus. „Wir verstehen ihren Schmerz. Aber sie verstehen unseren nicht“, klagt Mladen Grujic, der serbische Bürgermeister der ostbosnischen Provinzstadt Srebrenica, vor der jährlichen Gedenkfeier für die Opfer des 1995 in seiner Stadt begangenen Völkermords an über 8.000 Muslims: Vor allem der Opferverband „Die Mütter von Srebrenica“ sei ein „Motor des Hasses“.