Laut Amnesty-Bericht
2024 ist weltweit die Zahl der Hinrichtungen gestiegen
Die Zahl der Hinrichtungen weltweit steigt weiter an: Im vergangenen Jahr seien mit 1.518 Hinrichtungen so viele Menschen exekutiert worden wie seit dem Jahr 2015 nicht mehr. Damals seien 1.634 Exekutionen registriert worden. Das geht aus einem am Dienstag von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) veröffentlichten Bericht hervor.
Die Todeszelle des berüchtigten Huntsville-Gefängnisses. Sowohl in den USA als auch in China und Vietnam werden Exekutionen per Injektion durchgeführt Foto: Paul Buck/epa/dpa
Auch wenn in nur noch wenigen Staaten weltweit im vergangenen Jahr die Todesstrafe umgesetzt wurde – AI spricht von einem Rekordtief – so ist im Jahr 2024 die Zahl der Hinrichtungen dennoch um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damals sollen es noch 16 Staaten gewesen sein, in denen Menschen exekutiert wurden, im vorigen Jahr seien es nur noch 15 gewesen, hält AI in ihrem Bericht fest. Diese Zahlen berücksichtigen jedoch nicht die in China durchgeführten Exekutionen. AI weist darauf hin, dass die Zahl der Hinrichtungen von der kommunistischen Führung als Staatsgeheimnis behandelt wird. Die Menschenrechtsorganisation geht jedoch davon aus, dass jährlich mehrere tausend Menschen in China hingerichtet werden.