Trauer
„… sonst kommen die Bilder“: Das Leid der Hinterbliebenen nach der Amokfahrt von Trier
Seit der tödlichen Amokfahrt in Trier ist bei Familie Lieser nichts mehr wie es war. Sie haben Katja verloren. Und auch einen großen Teil ihres eigenen Lebens.
Petra Lieser sitzt mit einem Foto ihre Tochter in ihrem Garten in Trier. Ihre Tochter Katja war am 1. Dezember 2020 bei einer Amokfahrt in Trier getötet worden. Foto: dpa/Birgit Reichert
Die weiße Kerze in der Laterne im Garten brennt Tag und Nacht. „Für Katja. Wir vermissen sie so sehr.“ Immer muss Petra Lieser weinen, wenn sie über ihre Tochter spricht, die vor gut einem halben Jahr bei der Amokfahrt in der Fußgängerzone in Trier getötet wurde. Nichts ist seitdem mehr wie es war. „Der Schmerz hört nicht auf. Er hört absolut nicht auf“, sagt die 52-Jährige. Auf dem Tisch liegen Fotobücher mit Bildern aus dem Leben einer jungen Frau, das mit 25 Jahren von einer Minute auf die andere endete.