Seit Oktober 2016 ist die Anlage komplett abgeschaltet. Twinerg hatte unter anderem wegen des Preisverfalls an den Strombörsen in den vergangenen Jahren immer weniger Strom produziert. Die Anlage war auf Dauer unrentabel. Monatelange Produktionsstopps mussten eingelegt werden.

Zuletzt diente die Anlage als Energie-Backup für den belgischen Strommarkt. “Aber heute braucht Belgien diese Reserve nicht mehr”, erklärte der Geschäftsführer von Encevo, Jean Lucius, am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz. Encevo hält eine Minderheitsbeteiligung an der Twinerg.

Verkauf oder Abriss

Doch trotz der schwierigen Umstände laufen derzeit Gespräche mit einem potenziellen Käufer für die Anlage, sagte er weiter. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht.

Der Interessent denke spekulativ, erläuterte Lucius. Er rechne damit, dass mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien das Bedürfnis an Reservekapazitäten wieder zulegen werde. Immerhin gibt es bei der zulegenden Produktion von erneuerbaren Energien große Schwankungen beim hergestellten Volumen.

“Ein Verkauf wäre die beste Option für Luxemburg”, so Jean Lucius. Andernfalls müsse die Anlage abgerissen werden.

Christian Muller