Wer studieren will, steht vor wichtigen Entscheidungen. Es gilt, den für sich am besten geeigneten Studiengang zu finden, dessen Finanzierung zu sichern, die Universität auszusuchen und sich dann dort über Modalitäten, Wohnungsmöglichkeiten und vieles mehr genauer zu informieren. Für künftige Studenten ist der seit 1984 von der Studentenvereinigung ACEL herausgebrachte „Guide du futur étudiant“ hierbei ein wichtiges Hilfsinstrument.

Dies vor allen Dingen, weil in diesem Handbuch Informationen sozusagen von erster Hand weitergereicht werden. Von Studenten, Mitgliedern der „Cercles“ in den verschiedenen Universitätsstädten, die ihre Erfahrungen vor Ort teilen, um den „Neuen“ das Leben einfacher zu gestalten. Dies reicht von der Beschreibung der möglichen Studiengänge an den verschiedenen Hochschulen, gefolgt von Informationen über Einschreibungsgebühren und -fristen bis hin zu spezifischen Ländervoraussetzungen, die man für die Einschreibung erfüllen muss, sowie generellen Angaben über Lebenshaltungskosten, Gelder für das didaktische Material, durchschnittliche Mietpreise, Kommunikationskosten oder Tarife des öffentlichen Transports.

Studieren im Ausland

Im Anschluss an diese generelle Vorstellung des Landes präsentieren dann die jeweiligen Studentenvereinigungen die Stadt, in der sie studieren. Wie viele Einwohner zählt sie, wie und zu welchem Preis findet man dort eine Wohnung, wie steht es um gute Kneipen oder preisgünstige Restaurants, welchen Sportarten oder anderen Freizeitaktivitäten kann man nachgehen?

Hinzu kommen alle wichtigen Kontaktadressen, die Nummern von Sekretariaten oder Informationsstellen usw. Und: Angaben über Studienbörsen im In-und Ausland. All diese Informationen, von Studenten für Studenten zusammengetragen, bilden insgesamt mehr als eine nützliche Hilfe bei den anstehenden Entscheidungen zum künftigen Studium.

Insgesamt werden in der neuen, etwas flotter aufgemachten 2015/2016er-Auflage 39 Städte aus sechs verschiedenen Ländern, sieben mit Luxemburg, vorgestellt. 36 der Mitglieder-Vereinigungen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Irland haben sich am „Guide“ beteiligt. Neu dabei: die Studentenvereinigung aus Bern.

Lieder- und Kochbuch

Die gleiche Herangehensweise des Erfahrungsaustausches bildet auch die Grundlage für den neuen „Guide du futur diplomé“. Hier finden Leute mit einem abgeschlossenen Studium alles, was sie wissen müssen, um den nächsten Schritt ins Berufsleben sicher zu beschreiten. Angefangen bei der Arbeitssuche und dem Abschluss von Arbeitsverträge, sowie Angaben zum Versicherungswesen oder den beruflichen Vertretungen bis hin zu Rechten und Pflichten des Arbeitnehmers, Wegen in die Selbstständigkeit oder dem Einschlagen einer Forscherkarriere. Neu am völlig überarbeiteten „Guide“ ist, dass er dieses Jahr – bis auf den Teil Forschung – in luxemburgischer Sprache verfasst ist. Ein aufschlussreiches Werk mit detaillierten Angaben auch über das Sozialwesen in Luxemburg.

Bei der Vorstellung am Freitag der beiden neuen Handbücher in den Räumlichkeiten des Hauptsponsors „Banque et caisse d’épargne de l’état Luxembourg“ wurde zudem die Gelegenheit genutzt, eine weitere Innovation zu präsentieren. Das erste ACEL-Kochbuch mit 24 für bestimmte Städte oder Regionen repräsentativen Rezepten, die auch Studenten nachkochen können.

Damit nicht genug, wurde am Freitag auch die erste App der ACEL vorgestellt. Es geht um das Liederbuch, das in einem neuen Layout herausgebracht wurde. 75 Songs sind darin enthalten, sehr ernsthafte, lustige, schlüpfrige. Die Liederbuch-App gibt es kostenlos im AppStore (iOS). Koch- und Liederbuch gibt es ebenfalls gratis auf dem ACEL-Stand auf der „Foire de l’étudiant (12. und 13. November) oder unter acel.lu. Die beiden Handbücher bekommt man unentgeltlich auf der „Foire de l’étudiant“, in allen Sparkassen-Filialen, beim Cedies und anderen, sowie unter acel.lu.

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