Während die EU-Innenminister auf Kirchberg unter anderem über die aktuelle Terrorgefahr und einer Verstärkung des Kampfes gegen illegale Immigration tagen, versuchten rund 60 Demonstranten die Konferenz zu stürmen. Es gelang ihnen die Polizeisperren zu durchbrechen und ins Innere des Gebäudes zu gelangen.

Die Polizei hatte große Mühe, die Demonstranten aus dem Gebäude zu bekommen. Zunächst mussten sie eine Sitzblockade in dem Gebäude auflösen. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten, heißt es am Donnerstag von der Polizei. Einige Demonstranten hätten Sprühmittel gegen Beamten benutzt, andere schlugen mit Stangen zu. Die Beamten setzten Tränengas ein. Es enstand Sachschaden. Verletzt wurde niemand, hieß es in ersten Meldungen. Nach einer knappen halben Stunde hatte sich die Lage wieder beruhigt.

Am frühen Abend traf dann die Meldung ein, dass insgesamt 13 Personen festgenommen worden seien, weil sie sich geweigert hätten, das Gebäude zu verlassen und handgreiflich wurden. Sie wurden aber im Laufe des Nachmittags wieder auf freiem Fuß gesetzt.

Im Laufe des Einsatzes wurden laut Polizei mindestens sechs Beamte verletzt. Es gab auch Verletzte auf Seiten der Demonstranten. Eine Person wurde von einem Polizeihund gebissen.

Lauter Protest

Laut Polizei handelte es sich bei den Demonstranten um einen Protestmarsch. Die “Freedom-Not-Frontex”-Gruppe demonstriert gegen die restriktive Einwanderungspolitik der EU. Sie waren am Sonntag zu Fuß in Schengen angekommen.

In den vergangenen Tagen sorgten die Protestler immer wieder für Aufregung. Am Mittwoch versuchten sie auch in die Abschiebungseinrichtung am Flughafen Findel einzudringen.

Tageblatt.lu