Taxi-Reform
Neues Gesetz soll für mehr Konkurrenz auf dem Markt sorgen: Kritik kommt von allen Seiten
Ausweitung des Gesetzes auf Mietwagen mit Fahrer, Abschaffung der geografischen Taxizonen, keine Begrenzung mehr der Anzahl der Taxilizenzen: Der vorige Woche vorgestellte Plan zur Reform des Taxiwesens soll für mehr Wettbewerb und damit auch für niedrigere Preise sorgen. Dass dieses Ziel allerdings erreicht werde, bezweifeln sowohl die „Union luxembourgeoise des consommateurs“ (ULC) wie auch Unternehmen und Gewerkschaften.
Die momentane Situation ist wegen der Pandemie für viele Unternehmen dramatisch Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Die Taxireform von 2016 sollte die Konkurrenz im Sektor beleben, was vor allem den Kunden in Form von niedrigeren Preisen zugutekommen sollte. In der Praxis sei dies jedoch nicht der Fall gewesen, gibt die Regierung in einem Kommuniqué zu. Die neue Reform soll die Mängel des Gesetzes von 2016 beheben. Wichtiger Punkt ist, dass Mietwagen mit Fahrer („Voiture de location avec chauffeur“, kurz VLC) nun Taxis gleichgesetzt werden. Diese Bestimmung soll den Sektor für neue Akteure öffnen und gleichzeitig sicherstellen, dass wesentliche Arbeits- und Sozialversicherungsrechte respektiert werden. Hier unterscheidet das Projekt zwischen Taxi- und VLC-Diensten. Während Taxis auf Ad-hoc-Basis genommen werden können, muss die VLC-Fahrt im Voraus bestellt werden.