Türkei

Mit Gesichtserkennung und gedrosseltem Internet gegen die Opposition

Im Kampf gegen die Opposition hat die türkische Regierung aufgerüstet. Um die Massenproteste einzudämmen, setzt sie zunehmend auf moderne technische Mittel: Demonstranten werden mittels Gesichtserkennung identifiziert, zugleich wird das Internet gedrosselt.

Der AFP-Fotograf Yasin Akgül vor dem Metris-Gefängnis nach seiner Entlassung. Das Erdogan-Regime geht bei der Unterdrückung der Opposition in der Türkei auch gegen Medienschaffende vor.

Der AFP-Fotograf Yasin Akgül vor dem Metris-Gefängnis nach seiner Entlassung. Das Erdogan-Regime geht bei der Unterdrückung der Opposition in der Türkei auch gegen Medienschaffende vor. Foto: Ozan Kose/AFP

„Die Fähigkeiten der Sicherheitskräfte im Bereich der Informationstechnologie haben sich erheblich verbessert“, sagt Orhan Sener, ein Experte für digitale Technologien. Das war bei der Protestwelle 2013, die sich an Bebauungsplänen für den Istanbuler Gezi-Park entzündete, noch ganz anders. „Während der Gezi-Bewegung dominierten die Demonstranten die sozialen Netzwerke und die Polizei war nicht in der Lage, sie zu identifizieren“, sagt Sener. „Aber wenn du heute in der Türkei an einer Demonstration teilnimmst, wird dein Gesicht von einer Kamera erkannt und das System gleicht es mit deinem Profil in den sozialen Netzwerken ab.“

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Hantavirus

Zwei Passagiere nach Evakuierung von Kreuzfahrtschiff positiv getestet

France

Le départ de Boris Vallaud fracture la direction du PS

;