Covid-Proteste
„Sa Bo“ vom Dienst suspendiert: Berufliche Konsequenzen für Sprachrohr der Bewegung
Sacha Borsellini wurde kurz nach Weihnachten vom Dienst suspendiert. Der Gefängniswärter aus Esch ist in den letzten Monaten als Sprachrohr der sogenannten Querdenker-Bewegung in Luxemburg negativ aufgefallen. Ob die Freistellung des 27-Jährigen im direkten Zusammenhang mit seinen Tätigkeiten bei den Covid-Protesten steht, wollten Gefängnisverwaltung und Justizministerium nicht bestätigen. Fakt ist: Nur wenige Tage zuvor war Borsellini im Rahmen einer Protestaktion auf dem Knuedler von der Polizei aufgegriffen worden.
Einer der Wortführer der sogenannten Querdenker-Bewegung in Luxemburg wird bei Protesten an Heiligabend von Polizisten abgeführt. Drei Täge später wird der Vollzugsbeamte Sacha Borsellini vom Dienst suspendiert. Foto: Editpress/Alain Rischard
Freitagnachmittag, Heiligabend, kurz nach 14 Uhr: Grinsend schreitet der ganz in Schwarz gekleidete Sacha Borsellini voran, flankiert von mehreren Polizisten, die den Gefängniswärter am Arm durch die Menge leiten. Das Haupt wird von einer Kapuze verhüllt, das Gesicht aber ist frei. Eine Maske trägt der selbst ernannte Impfgegner nicht. In der einen Hand trägt der 27-Jährige seinen Rucksack. Die andere Hand wird von einem Beamten am Rücken fixiert. Festgehalten wird die Szene von einem Tageblatt-Fotografen, der die Protest-Aktion der sogenannten Querdenker-Bewegung an Heiligabend in Bildern dokumentiert.