Trotz Sanktionen
Warum die offizielle Kreml-Propaganda noch immer durch das Netz geistert
Die Waffen Russlands im Informationskrieg schießen weiter: Die Staatsmedien RT und Sputnik sind in der EU trotz Sanktionen mit banalen Tricks erreichbar.
„Emotionale Überwältigung statt Vernunft“: deutschsprachige RT-Startseite am 5. November 2023 Bild: Screenshot
Sie sind die Waffen Russlands im Informationskrieg: die Staatsmedien RT und Sputnik. Seit Jahren verbreiteten sie prorussische – und antiwestliche – Inhalte in Europa. Den Auftrag der Kreml-Outlets erläuterte die Politologin Susanne Spahn gegenüber dem Tageblatt im März des vergangenen Jahres so: Sie sollen in den westlichen Staaten eine Gegenöffentlichkeit herstellen, die Demokratie angreifen und als dysfunktional darstellen. „Auf der anderen Seite wird das autoritäre System Russlands positiv gezeichnet – und Präsident Putin als effektiver Krisenmanager in Szene gesetzt“, sagte Spahn.