Esch

Protestaktion vor Rathaus: Gemeinde ändert Arbeitsweise der Streetworker

Die Arbeit der Escher Streetworker wird sich verändern: Die Sozialarbeiter verteilen beispielsweise kein Essen mehr. Das sei nicht ihre Aufgabe, sagen die Gemeindeverantwortlichen. Am Dienstagabend versammelten sich unter anderem Obdachlose vor dem Rathaus, um gegen die Änderungen zu demonstrieren.

Menschen mit und ohne feste Unterkunft unterhielten sich während der Protestaktion mit den Gemeindeverantwortlichen

Menschen mit und ohne feste Unterkunft unterhielten sich während der Protestaktion mit den Gemeindeverantwortlichen Foto: Editpress/Alain Rischard

Etwa ein Dutzend Menschen – unter ihnen auch Obdachlose – versammelten sich am Dienstagabend gegen 19 Uhr vor dem Escher Rathaus zu einer Protestaktion. Der Grund für die Demonstration war allerdings nicht das Bettelverbot in Luxemburg-Stadt: Der Escher Bürgermeister Christian Weis (CSV) bestätigte gegenüber dem Tageblatt, dass Esch nicht vorhabe, ein solches Verbot einzuführen. Der Anlass war ein anderer: „Aus Protest gegen das Ende der Verteilung von Lebensmitteln und ‚Stëmm‘-Wertmarken an Obdachlose und Menschen ohne Einkommen.“ Das steht auf einem Flyer, der kurz vor der Veranstaltung an verschiedene Pressevertreter verteilt wurde. Die Vorwürfe der Betroffenen gegen die Stadt Esch beziehen sich auf die Streetworker, die bis vor Kurzem noch ungenutzte Lebensmittel, Essensmarken für die „Stëmm vun der Strooss“ und Schlafsäcke verteilt haben. Damit soll nun Schluss sein.

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