Meteorologe zieht Bilanz
Philippe Ernzer: „So viel Regen hat es an manchen Orten in Luxemburg noch nie gegeben“
Nasse Nacht in Luxemburg: Bei dem Starkregen von Montag auf Dienstag haben einige Orte im Land die größte Dusche seit Beginn der Wetteraufzeichnungen abbekommen. Der Meteorologe Philippe Ernzer spricht von „extremen Ausreißern“ in den Modellen.
Im Pfaffenthal entfernen Gemeindemitarbeiter die Spuren der Nacht Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Absurd viel Regen: In Beringen bei Mersch fielen in der Nacht auf Dienstag innerhalb weniger Stunden 186 Liter Regen pro Quadratmeter. Eine Zahl, die normalerweise nur in theoretischen Modellberechnungen vorkommt. „Das sind diese extremen Ausreißer, die wir sonst ignorieren, weil sie nie eintreten“, sagt Tageblatt-Meteorologe Philipp Ernzer. Doch in der Nacht auf Dienstag wurde aus dem Rauschen der Statistik sehr nasser Ernst. Kurz bevor die Wolken über Luxemburg brachen, zeigten auch die Kurzfristmodelle Werte jenseits der 100-Liter-Marke. „Da muss man dann einen Gang höher schalten, auch bei den Warnungen“, so Ernzer – was ihm zufolge auch passiert sei.