Fünf Prozent für den König
NATO-Gipfel endet ganz im Sinne von US-Präsident Trump
Das Ziel stand bereits fest. Die Staats- und Regierungschefs der NATO haben sich auf eine Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben geeinigt. Die Mitgliedstaaten des Bündnisses sollen künftig fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung dafür ausgeben. Der Weg bis dahin ist lang. Und in vielen Ländern ist nicht geklärt, woher das Geld kommen soll.
US-Präsident Donald Trump steht mit dem niederländischen König Willem Alexander und Königin Maxima im Paleis Huis ten Bosch Foto: Frank van Beek/Pool ANP/AP/dpa
„Zeit zu essen“, ruft Steve zu Nils. „Kommst du mit?“ Der in Tarnuniform gekleidete Mann am Eingang des Veranstaltungsgeländes mit umhängendem Gewehr nickt ihm zu. Die beiden Reservisten der niederländischen Armee machen sich auf den Weg. Sie gehören zu den Tausenden von Soldaten, die beim NATO-Gipfel in Den Haag zusammen mit der Polizei für den sicheren Ablauf zuständig sind. „Eine sinnvolle Tätigkeit, die dazu noch Spaß macht und für mich eine willkommene Abwechslung ist“, sagt Steve. In seinem Alltag arbeitet er als OP-Assistent in einem Krankenhaus. Früher sei er Berufssoldat gewesen – unter anderem auf Auslandseinsätzen wie etwa in Afghanistan. „Die Erfahrungen, die ich dort gemacht habe, sind mir wichtig“, so der Korporal der Reserve. „Und wir konnten dabei den Menschen in Afghanistan helfen.“ Über den Abzug der NATO-Truppen aus dem Land verliert er kein Wort.