So., 26. September 2021



  1. Privater Vermieter /

    Als Wähler und privater Vermieter würde ich die vorgeschlagenen Maßnahmen begrüßen. Jeder, der die Immobilienentwicklung verfolgt und ein wenig sozial denkt, macht sich Sorgen um all die, die sich bald nichts zum Wohnen mehr leisten können.

    Andererseits hat ein Vermieter normalerweise viel investiert, er hat die hohen Kaufpreise ja auch bezahlt, und kann nicht einfach so Mieten deckeln. Ausserdem wäre er der Dumme, wenn er sich nicht an den Markt halten würde und aus Gutmütigkeit die Tilgung seines Darlehens verzögern würde.

    Allerdings müsste brachliegendes Bauland von einer Spekulationssteuer ausgeschlossen sein, wenn

    1) es um ein paar Ar geht, die die Familie für die Nachkommen brachliegen lässt,

    2) wenn die Erschließungsprozedur läuft – denn die kann 10 oder mehr Jahre dauern und hängt nicht vom Erschließenden ab, sondern von den Gemeinden und Ministerien.

    3) wenn ein Genehmigungsantrag verworfen wurde oder keine Genehmigung in Aussicht ist (z.B. in einer „zone d’aménagement différée“),

    4) kein Geld da ist, um eine leerstehende Wohnung gesetzeskonform vor der Vermietung zu renovieren.

    Mir fällt im Moment sonst nichts ein, aber da gibt es bestimmt noch andere Fälle, die ausgeschlossen werden müssten.

    Ich würde noch an eine vierte Maßnahme in die oben genannte Liste aufnehmen: die Abschaffung des „Amortissement accéléré“ auf Immobilien. Es lädt zur Spekulation ein statt zu nachhaltigem Vermieten.

Kommentieren Sie den Artikel