Nahost
Israelische Siedler hoffen auf Annexion des Westjordanlandes unter Trump
Die israelischen Siedler im Westjordanland setzen große Hoffnungen in Donald Trumps zweite Amtszeit als US-Präsident. Denn Trumps Friedensplan für den Nahen Osten von 2020 sah die Annexion von Teilen des Palästinensergebiets durch Israel vor. Damals scheiterte das Vorhaben. Doch mit der Rückkehr Trumps ins Weiße Haus sehen die Befürworter einer Annexion ihre Chance gekommen.
Israelische Soldaten und Sicherheitskräfte begleiten israelische Siedler durch die palästinensische Stadt Hebron im Westjordanland Foto: AFP/Hazem Bader
2025 werde „das Jahr der Souveränität von Judäa und Samaria“, verkündete der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich, selbst Siedler im Westjordanland, vor Kurzem. Für viele Israelis ist das Westjordanland, das sie in Anlehnung an zwei biblische Königreiche Judäa und Samaria nennen, die Wiege des jüdischen Volkes. Für die Palästinenser ist das Westjordanland zusammen mit dem Gazastreifen und Ost-Jerusalem jedoch wesentlicher Bestandteil des von ihnen geforderten souveränen Palästinenserstaates.