Streiks in Belgien

Flughäfen streichen für Mittwoch alle Abflüge

Streiks legen am Mittwoch Belgien lahm. Flüge fallen aus, Busse stehen still, tausende Menschen demonstrieren gegen Sparpläne der neuen Regierung um Bart De Wever.

Am Mittwoch fallen alle Flüge vom Flughafen Brüssel und vom Billigflieger-Standort Charleroi aus

Am Mittwoch fallen alle Flüge vom Flughafen Brüssel und vom Billigflieger-Standort Charleroi aus Symbolfoto: Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

Wegen in ganz Belgien angekündigter Streiks haben die beiden größten Flughäfen des Landes für Mittwoch alle Abflüge gestrichen. Sowohl vom Flughafen Brüssel als auch vom Billigflieger-Standort Charleroi rund 60 Kilometer südlich der Hauptstadt starten nach Angaben der Betreiber am Mittwoch keine Flüge. Auch zahlreiche Landungen fallen demnach aus.

Betroffene Passagiere würden von den Fluggesellschaften informiert, teilten die Flughafenbetreiber weiter mit. Den Angaben zufolge wollen große Teile des Personals an den Sicherheitskontrollen und der Gepäckabfertigung streiken. Auch zahlreiche Straßenbahnen und Busse in belgischen Städten fallen am Mittwoch aus.

Belgische Gewerkschaften haben für den Tag zu landesweiten Streiks und Demonstrationen in Brüssel aufgerufen. Sie wenden sich gegen Pläne der seit Februar amtierenden Regierung unter dem Rechtsnationalisten Bart De Wever. Dieser will die Renten unter anderem von Bahnmitarbeitern, Polizisten und Lehrern kürzen.

Die Proteste richten sich daneben auch gegen andere Einsparungen im öffentlichen Dienst und Leistungskürzungen für Sozialhilfeempfänger. De Wever strebt eine Haushaltssanierung im Umfang von 20 Milliarden Euro an. Zugleich will er die belgischen Verteidigungsausgaben erhöhen. Sie liegen bisher unter der bisherigen Nato-Quote von mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), die das Bündnis beim Gipfel ab Dienstag in Den Haag noch erhöhen will.

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