Geschichte

80 Jahre nach Kriegsende erhält auch Luxemburg sein „Mémorial de la Shoah“

Am Sonntag, dem 21. September 2025, wurde die Mauer der Namen der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus Luxemburgs am Boulevard Roosevelt, hinter der Kathedrale, feierlich eingeweiht. Es handelt sich hierbei nicht um eine Mauer aus Stein, sondern um eine Metallstruktur, die als namentliche Erweiterung des Kaddish-Denkmals zu verstehen ist und mit diesem nun das nationale „Mémorial de la Shoah“ in der Hauptstadt bildet.

Am 21. September wurde in Luxemburg-Stadt das neue „Mémorial de la Shoah“ mit der Namenswand der jüdischen NS-Opfer feierlich eingeweiht. Insgesamt 659 als jüdisch geltende Personen wurden aus Luxemburg deportiert. Nur 46 von ihnen überlebten die Shoah.

Am 21. September wurde in Luxemburg-Stadt das neue „Mémorial de la Shoah“ mit der Namenswand der jüdischen NS-Opfer feierlich eingeweiht. Insgesamt 659 als jüdisch geltende Personen wurden aus Luxemburg deportiert. Nur 46 von ihnen überlebten die Shoah. Foto: Editpress/Georges Noesen

In der jüdischen Tradition muss der Name des Verstorbenen auf einem Grabstein oder einem anderen physischen Denkmal niedergeschrieben werden. Die meisten jüdischen Opfer des Nationalsozialismus wurden jedoch dieser letzten Ehrung beraubt. Nur selten sind die Namen von ermordeten Juden auf den zahlreichen Kriegsdenkmälern oder Gedenktafeln in den Gemeinden Luxemburgs zu finden.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Venedig

Jury der Biennale tritt wegen Zulassung Russlands zurück

En concert

La ville en apesanteur: Conic Rose au „De Gudde Wëllen“

;