„Finanzielle Inklusion“
Mikrofinanz in der Pandemie: „Viele Menschen riskieren in die Armut zurückzufallen“
Luxemburg steht diese Woche wieder für einige Tage im Zentrum der weltweiten Mikrofinanz: Bereits zum 13. Mal findet von Mittwoch bis Freitag die Europäische Mikrofinanz-Woche statt. Erstmals nur digital. Das Tageblatt hat mit Sam Mendelson, Spezialist für „finanzielle Inklusion“ der e-MFP, über die aktuelle Entwicklung des Sektors geredet.
Dieses Jahr wird die traditionelle Woche der Mikrofinanz digital veranstaltet (Bild aus dem Vorjahr) Foto: e-MFP
Die Mikrofinanz ist eine Art Hilfe zur Selbsthilfe: Potenzielle Kleinst-Unternehmer, die kein Kapital und keinen Zugang zum Bankensektor haben, sollen dank Kleinstkrediten Projekte umsetzen und eigenes Geld verdienen können. Der Kreditnehmer soll mit dem Darlehen beispielsweise in ein Geschäft, in Saatgut oder in eine Maschine investieren können und sich so eine eigene wirtschaftliche Lebensgrundlage aufbauen. Sobald der Kredit zurückgezahlt ist, kann mit besagtem Geld dann die Idee eines anderen Unternehmers finanziert werden.