Gerechtigkeit
Luxemburgs Unternehmer beschweren sich über die Erhöhung des Mindestlohns
Luxemburgs Mindestlohn soll zum ersten Januar 2021 um 2,8 Prozent steigen – das hat die Regierung vergangenen Freitag entschieden. Den Organisationen des Mittelstands stößt das sauer auf. Sie fühlen sich vom Staat im Stich gelassen und beklagen eine „Doppelmoral zum Nachteil der Selbstständigen“.
Symbolbild: Editpress/Didier Sylvestre
„Wie eine Bombe“ sei die Nachricht über die Mindestlohnerhöhung in Unternehmerkreisen eingeschlagen – das zumindest schreibt die „Conféderation des classes moyennes“ in einer Pressemitteilung. Die Selbstständigen und Unternehmer aus dem Gaststättengewerbe, dem Handel und dem Handwerk hätten zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit so einer Entscheidung gerechnet. „Ihre Märkte sind teilweise oder komplett eingebrochen. Ihre Reserven sind aufgebraucht. Es laufen Kosten und Schulden an, die keine staatliche Unterstützung auffangen kann“, so der Unternehmerverband, der sich aus der „Fédération des artisans“, der UEL und der „Chambre de commerce“ zusammensetzt.