Unternehmen
Luxemburger Post schaut ohne Optimismus in die Zukunft
Der drittgrößte Arbeitgeber des Landes kämpft trotz Wachstum und gutem Gewinn mit langfristigen Herausforderungen, etwa rückläufigen Briefzahlen und gesättigten Telekommunikationsmärkten.
Claude Strasser und Serge Allegrezza sehen für die Post wachsende Herausforderungen in der Zukunft Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Nach 22 Jahren im Verwaltungsrat der Luxemburger Post, davon zwölf als Präsident, war es am Dienstag zum letzten Mal, dass Serge Allegrezza der Jahrespressekonferenz des drittgrößten „privaten“ Arbeitgebers des Landes vorsaß. Er gab sich erfreut darüber, dass das „établissement public“ das Jahr 2024 mit einem guten Resultat abschließen konnte. „Dabei war anfangs alles noch viel einfacher“, erinnert er sich. „Viele Briefe wurden damals noch verschickt, und die Nachfrage nach Telekom-Dienstleistungen explodierte.“ Seit der Finanzkrise von 2008/2009 sei es dann schwieriger geworden, gute Gewinne zu erwirtschaften.