Staatsanleihe

Institutionelle Investoren erhalten mehr Zinsen als Bürger

Um die stetig steigenden Defizite beim Staat zu decken, hat das Luxemburger Finanzministerium diese Woche eine neue Staatsanleihe bei professionellen Investoren platziert. Sie erhalten einen höheren Zinssatz als die Bürger bei der rezenten Verteidigungs-Anleihe.

Luxemburger Staatsschuld steigt auf 26,6 Mrd. Euro, 28,4% des BIP, Finanzentwicklung und Wirtschaftsdaten Luxemburgs

Das Volumen der Luxemburger Staatsschuld steigt auf 26,6 Milliarden Euro, das entspricht 28,4 Prozent des BIP. Foto: AFP/Miguel Medina

Während vielen Jahren galt Luxemburg als Musterschüler, was Staatsfinanzen und Staatsschulden angeht. Doch hinter der scheinbar soliden Fassade verschlechtert sich die Situation seit nunmehr fast 20 Jahren. Mit der Finanzkrise, 2008, begannen die Schulden des Staates zu steigen. 2013 markierte dann eine historische Wende: Zum ersten Mal konnte das Großherzogtum geliehene Gelder nicht zurückzahlen. Es mussten neue Schulden gemacht werden, um den auslaufenden Kredit für die im Rahmen der Finanzkrise geliehenen Milliarden zu begleichen.

Seitdem hat sich dies, wie in vielen anderen Industriestaaten bereits lange der Fall, auch in Luxemburg zur neuen Normalität entwickelt: Zur Deckung der jährlichen Defizite, wie auch zur Refinanzierung der alten Schulden, müssen immer mehr neue Schulden aufgenommen werden.

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