Wirtschaft

Inflation: EZB-Direktor warnt vor Blasenbildung in Luxemburg

EZB-Direktor Yves Mersch sieht Argumente dafür, die Messung der Inflation in der Eurozone zu überarbeiten. Derzeit flössen die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum nicht in die Berechnung der Teuerungsrate ein, sagte das Mitglied des sechsköpfigen Führungsteams der Europäischen Zentralbank (EZB) am Montag auf einer Veranstaltung in Luxemburg.

Die Büros der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main

Die Büros der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main Foto: dpa/Boris Roessler

Haushalte sähen die Wohnungsausgaben aber als einen wichtigen Teil ihrer Lebenshaltungskosten an. Es gebe daher möglicherweise eine erhebliche Kluft zwischen dem, was an Inflation gemessen werde, und dem, was Menschen als Anstieg ihrer Lebenshaltungskosten wahrnehmen würden. Mersch warnte zudem davor, dass die langanhaltende ultra-lockere Geldpolitik der Notenbank mit ihren Null- und Negativzinsen möglicherweise zur Blasenbildung beitragen könnte.

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