Analyse

In Luxemburg steigen die Staatsschulden weiter – in guten wie in schlechten Zeiten

Aus manchen Fehlern, die während der vergangenen Krisen begangen wurden, hat Europa gelernt. So herrscht heute Einigkeit darüber, dass Staaten aktuell tief in die Tasche greifen müssen. Sparen würde die Konjunktur nur zusätzlich abwürgen und noch mehr Leid schaffen. Die meisten Länder Europas haben die wirtschaftlich besseren Jahre jedoch nicht genutzt, um sich finanziell auf eine neue Krise vorzubereiten. Nun werden die Schulden auf neue Rekordhöhen hochschnellen.

Luxemburgs Finanzen sind nach wie vor sehr solide – in den vergangenen Jahren haben sie sich jedoch verschlechtert

Luxemburgs Finanzen sind nach wie vor sehr solide – in den vergangenen Jahren haben sie sich jedoch verschlechtert Foto: Editpress/François Aussems

In der Corona-Krise geriet kein Land der Währungsunion in Finanzengpässe. Obwohl beispielsweise Italien heute höher verschuldet ist als Griechenland zu Beginn der Schuldenkrise (im Verhältnis zum BIP), sind die Märkte ruhig geblieben. Europas Zentralbank hat dafür gesorgt. Italien erhält Kredit. Die zu zahlenden Zinssätze sind nicht explodiert.

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