Krypto-Betrug
Ehemaliger SREL-Beamter Frank Schneider nach internationalem Haftbefehl festgenommen
Die französische Polizei hat den ehemaligen SREL-Beamten Frank Schneider festgenommen. Das berichtet die französische Tageszeitung Républicain Lorrain. Schneider wird Betrug mit Kryptowährung in Milliardenhöhe vorgeworfen.
Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Die französische Polizei hat am Donnerstag in Audun-le-Tiche den ehemaligen SREL-Mitarbeiter Frank Schneider festgenommen, der aufgrund eines internationalen Haftbefehls gesucht wird. Das New Yorker Gericht, das den Haftbefehl ausgestellt hat, wirft Schneider Betrug mit Kryptowährung im ganz großen Stil vor: Der Schaden soll sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen.
Im Prozess zum OneCoin-Betrug gilt Schneider als einer der Hauptverantwortlichen, die anhand eines Pyramiden-Schemas Investoren um ihr Geld geprellt haben sollen. In einem Pyramiden-Betrugsschema wird potenziellen Anlegern eine hohe Rendite versprochen – wenn die versprochene Rendite stimmt und das Geschäft vertrauensvoll aussieht, lassen sich die Anleger ihren Profit jedoch nicht auszahlen, sondern reinvestieren den wieder. Mit dem abgezweigten Geld machen sich die Betrüger dann meist ein schönes Leben. Auch wenn einzelne Anleger ihr Geld zurückverlangen, fliegt der Betrug nicht auf – mit dem Geld der anderen Investoren werden einzelne Rechnungen beglichen. Die Masche fällt meist nur dann auf, wenn sich mehrere Investoren gleichzeitig Geld auszahlen lassen wollen.
Schneider ist bei der Luxemburger Justiz kein unbekanntes Gesicht. Schon in der SREL-Affäre stand der ehemalige Beamte des SREL vor Gericht – das Verfahren endete in einem Freispruch.